Über die Nicht-Gründung des MZEB Mittelhessen
Der Aprilscherz, der keiner war. Die bittere Realität der medizinischen Versorgung.
Über die Nicht-Gründung des MZEB Mittelhessen
Der Aprilscherz, der keiner war. Die bittere Realität der medizinischen Versorgung.
Ein neuer Meilenstein für die Inklusion? Ein medizinisches Leuchtturmprojekt für Hessen? Das Schließen einer medizinischen Versorgungslücke? Die Verwirklichung der UN-BRK im Bereich Gesundheit? Schön wäre es gewesen. 😔
Ihr habt es sicher bemerkt: Ja, es ist/war der 1. April. Und ja, die Nachricht von der Eröffnung unseres MZEB war erfunden. Aber der Schmerz, der dahintersteckt, ist leider bitterer Ernst.
Das Bild in unserem Post, unserem Newsletter und unserer Mitteilung strahlt Wärme und Hoffnung aus. Doch dieses Bild gibt es leider viel zu wenig in Hessen. Die traurige Realität für viele Erwachsene mit (schweren) Behinderungen ist folgendermaßen: Es fehlen flächendeckend spezialisierte Medizinische Zentren für erwachsene Menschen mit Behinderung, die Wartezeiten auf Termine sind sehr lange, die Distanz zum nächsten MZEB ebenfalls.
Fazit: Die medizinische Versorgungslage ist dringend verbesserungswürdig.
Wir haben euch nicht reingelegt, um euch zu täuschen. Wir haben euch "in den April geschickt", um euch aufzurütteln. Um zu zeigen, wie groß die Not ist und wie dringend wir eine Veränderung brauchen.
Wir wollten den 01. April nutzen, um Hessen auf eine eklatante Versorgungslücke aufmerksam zu machen. Es darf nicht sein, dass Menschen mit Behinderung medizinisch im Stich gelassen werden. Wir fordern Taten, damit das Bild eines Tages Wirklichkeit wird und Inklusion nicht nur ein Wort bleibt.
Aktuell erarbeitet unser Rat der Eltern und Angehörigen ein Positionspapier zum Thema "Gesundheitliche Versorgung! Mit diesem wollen wir das Gespräch mit der hessischen Gesundheitsministerin Diana Stolz und mit der Landesärztekammer Hessen suchen. Gemeinsam wollen wir uns für ein inklusives Gesundheitssystem einsetzen. Wir zählen auf eure Unterstützung. Gemeinsam für Verbesserungen beim Thema gesundheitliche Versorgung von Menschen mit Behinderung.