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Lebenshilfe Marburg - Standpunkte

Nachrichtenarchiv 2024

Berlin. Am 26. März ist es 15 Jahre her, dass die UN-Behindertenrechtskonvention in Deutschland rechtskräftig wurde. Dazu erklärt Ulla Schmidt, Bundesvorsitzende der Lebenshilfe und Bundesministerin a.D.:

Berlin. Ob vorgeburtliche Bluttests auf Trisomien wie das Down-Syndrom weiter als gesetzliche Kassenleistung zulässig sind, muss dringend überprüft werden. Das fordert die Bundesvereinigung Lebenshilfe anlässlich des Welt-Down-Syndrom-Tages am 21. März. Laut Lebenshilfe ist die Zahl der sogenannten nicht-invasiven Pränataltests – kurz NIPT – alarmierend hoch. Beabsichtigt war, dass schwangere Frauen die Tests nur in bestimmten Fällen auf Kosten der Krankenkassen in Anspruch nehmen können. „Weit mehr als 100.000 solcher Bluttests im ersten Halbjahr 2023 sind keine Ausnahmen mehr. Wie wir befürchtet haben, deutet alles darauf hin, dass der NIPT schon jetzt zur Regeluntersuchung in der Schwangerschaftsvorsorge geworden sind. Davor haben wir von Anfang an gewarnt“, so Ulla Schmidt, Bundesvorsitzende der Lebenshilfe und frühere Bundesgesundheitsministerin.

Hadamar (-). Große Ehre für Maren Müller-Erichsen. Die frühere Behindertenbeauftragte des Landes Hessen sowie heutige Aufsichtsratsvorsitzende der Lebenshilfe Gießen wurde bei der jüngsten Mitgliederversammlung des Fördervereins der Gedenkstätte Hadamar für ihr langjähriges Engagement, das sich in diesem Jahr zum 25. Mal jährt, gewürdigt. Auch Susanne Selbert, Landesdirektorin des Landeswohlfahrtsverbands Hessen (LWV), war anlässlich der Auszeichnung zugegen.

Berlin. „Vor fast genau 15 Jahren ist die UN-Behindertenrechtskonvention bei uns in Kraft getreten, doch von einer tatsächlich inklusiven Gesellschaft ist Deutschland noch meilenweit entfernt.“ Das kritisierte gestern Ulla Schmidt, Bundesvorsitzende der Lebenshilfe und Bundesministerin a.D., auf dem Parlamentarischen Abend ihres Verbandes in Berlin. An die zahlreichen Gäste aus dem Bundestag und den Ministerien appellierte sie: „Die Vereinten Nationen haben Deutschland bei der Staatenprüfung zur Umsetzung der UN-Konvention kein gutes Zeugnis ausgestellt. Auch in Zeiten von Krieg und Krisen darf die Politik Menschen mit Behinderung nicht aus dem Blick verlieren. Werden Sie deshalb Botschafter für Inklusion und treten für die Rechte von Menschen mit Behinderung ein!“

Bad Homburg, 8. März 2024 Die Lebenshilfe Landesverband Hessen e.V. und das Deutsche Jugendherbergswerk Landesverband Hessen e.V. haben einen Kooperationsvertrag geschlossen, um ihre Zusammenarbeit beim Thema Inklusion weiter auszubauen. In der Präambel heißt es: „Gemeinsam möchten wir weitestgehende Inklusion in den Jugendherbergen verwirklichen und uns ohne Gewinnerwartungen gegenseitig beim Erreichen dieses Ziels unterstützen.“

Alexander Lambrinos absolviert ein FSJ an der Sophie-Scholl-Schule. In der „Erdmännchen-Klasse“ unterstützt er Kinder mit emotionalem und sozialem Förderbedarf.

Berlin. Die Bundesvereinigung Lebenshilfe hatte immer wieder vor der Einführung vorgeburtlicher Bluttests als gesetzliche Kassenleistung gewarnt: Nicht-invasive Pränataltests, kurz NIPT, werden nicht die Ausnahme bleiben, sondern zur Regeluntersuchung in der Schwangerschaftsvorsorge werden. Jetzt haben Abgeordnete verschiedener Fraktionen einen Antrag (20/10515) im Bundestag gestellt, der ein Monitoring und ein Expertengremium zu den Folgen der Bluttests fordert. „Wir begrüßen diese Initiative sehr“, so Ulla Schmidt, Bundesvorsitzende der Lebenshilfe und frühere Bundesgesundheitsministerin. „Menschen mit Behinderung gehören dazu und dürfen nicht aussortiert werden. Der Druck der Gesellschaft, ein gesundes Kind zur Welt zu bringen, wird durch solche Tests immer größer!“

Am 17. Februar 2024 fand der jährliche Verbandstag der Lebenshilfe Landesverband Hessen statt, der mit großer Beteiligung und positiver Stimmung ein voller Erfolg war. Unter der Moderation von Volker Becker kamen 35 Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus über 20 Lebenshilfe Mitgliedsorganisationen zusammen, um Ideen der Verbandsentwicklung zu erarbeiten und zu diskutieren.

Marburg, 01.– 02. Februar 2024: Das inklusive Barcamp der Lebenshilfe Landesverband Hessen e.V. brachte 60 Expert*innen zum Thema Leichte Sprache zusammen. Unter dem Titel der Veranstaltung: „In Zukunft regiert die DIN?!- Zum Ist-Stand und zu den Perspektiven der Leichten Sprache“, fanden sich viele Gesprächs- und Arbeitsgruppen zusammen. Gemeinsam besprochen wurden u.a.: Über den Einfluss der KI auf Leichte Sprache, gerechte Vergütung von Prüfer*innen, Zielgruppenbedarfe, besondere Projekte sowie die DIN SPEC.