Referent*innen

Jennifer Seidler

Dipl.-Heil- und Sonderpädagogin, Systemische Familientherapeutin

Jennifer Seidler wurde 1985 in Gießen geboren. Nach ihrem freiwilligen sozialen Jahr in einer Werkstatt für beeinträchtigte Menschen im Jahr 2004 entschied sie sich ein Studium der Pädagogik mit Schwerpunkt Heil- und Sonderpädagogik zu absolvieren. Über mehrere Jahre konnte sie während des Studiums in unterschiedlichen Einrichtungen der Eingliederungshilfe wertvolle Erfahrungen und Eindrücke sammeln. Schon immer galt ihr besonderes Interesse und Engagement Familien mit Kindern mit besonderem Förderbedarf zu unterstützen, zu beraten und einen Teil ihres Lebensweges zu begleiten. Aus diesem Grund entschied sie sich im Jahr 2011 ein weiteres nebenberufliches Studium zur systemischen Familientherapeutin in Freiburg und München zu absolvieren. Zudem rückte seit 2011 die Elementarpädagogik sowie die Natur- und Waldpädagogik immer mehr in den Fokus ihrer Arbeit.

Seit fast 10 Jahren arbeitet Frau Seidler nun im Bereich der Elementarpädagogik in verschiedenen Funktionen. Seit 2019 ist sie als stellvertretende Bereichsleitung, Fachberatung und BEP-Multiplikatorin tätig für die Lebenshilfe Gießen e.V.. Zusätzlich ist sie seit mehreren Jahren nebenberuflich im Bereich der Fort- und Weiterbildung tätig. Neben Vorträgen gestaltet sie regelmäßig Seminarangebote im Bereich der sozial-emotionalen Entwicklung von Kindern, Natur- und Waldpädagogik, Ernährungsbildung und Gesundheitsförderung in Kindertageseinrichtungen.

Die Aussage des Zitates von Albert Einstein „Lernen ist Erfahrung. Alles andere ist einfach nur Information.“ ist für mich in der Elementarpädagogik eine Herzensangelegenheit. Der Mensch lernt die Handlungen, die er für seine Lebensbewältigung benötigen, am besten indem er die Gelegenheit bekommt diese auszuprobieren und selbstzutun. Die Kernaufgabe von pädagogischen Fachkräften in der alltäglichen Praxis ist somit für mich, das Erkennen von Präferenzen und Ressourcen unter Berücksichtigung der individuellen Rahmenbedingungen und in diesem Kontext das Kind in den Mittelpunkt zu stellen und ihm den Entwicklungsraum, Begleitung und Unterstützung anzubieten, die es für seine Entwicklung benötigt. Diese Grundhaltung spiegelt sich auch in meinen Seminaren wieder. Die Teilnehmenden sollen zum Ausprobieren angeregt werden. Die theoretischen Inhalte sind verknüpft mit einem Kennenlernen von praktischen Aktivitäten und konkreten Umsetzungsmöglichkeiten für den pädagogischen Alltag in der eigenen Einrichtung.