Bildungsprogramm

Strukturelle Gewalt in der Eingliederungshilfe

Macht, Abhängigkeit und Selbstbestimmung im Alltag erkennen und verändern

Strukturelle Gewalt ist oft nicht sofort sichtbar und wirkt dennoch stark: durch Regeln, Routinen, Zeitdruck oder Abläufe, die Selbstbestimmung und Teilhabe einschränken.

Das Seminar nimmt typische Situationen in Wohnen, Tagesstruktur und WfbM in den Blick: Wo entstehen Abhängigkeiten? Wo fehlen Wahlmöglichkeiten? Wo begrenzen Strukturen gute Unterstützung?

Begriffe werden geklärt, Muster im eigenen Arbeitskontext erkennbar gemacht und gemeinsam konkrete, realistische Schritte für Veränderung entwickelt – im Team, in Prozessen und im Umgang mit Macht.

Hinweis: Das Seminar kann auch als Inhouse-Seminar angeboten werden und wird bei Bedarf passgenau auf die spezifischen Rahmenbedingungen und Fragestellungen Ihrer Einrichtung zugeschnitten.

Inhalte

  • Gewaltformen verstehen: personal, strukturell, institutionell
  • Beispiele aus der Eingliederungshilfe: Wahlmöglichkeiten, Teilhabe, Barrieren, Routinen
  • Macht und Verantwortung in professionellen Beziehungen
  • Strukturen in Einrichtungen: Zeit, Organisation, Regeln, Zuständigkeiten
  • Rolle und Haltung reflektieren: Fürsorge, Schutz und Selbstbestimmung

 

Zielgruppe

  • Fachkräfte in der Eingliederungshilfe
  • Mitglieder von Wohn- und Werkstatträten
  • Frauenbeauftragte

 

Methoden

  • Kurze Inputs und anschauliche Beispiele
  • Fallarbeit (auch mit eigenen Fällen)
  • Kleingruppenarbeit und kollegialer Austausch
  • Struktur-Check: Prozesse, Regeln, Entscheidungswege
  • Transferplanung: nächste Schritte für die Praxis

 

Ihr Nutzen der Fortbildung

  • Strukturelle Gewalt im Arbeitsalltag schneller erkennen und fachlich sicher benennen
  • Verstehen, wie Organisation und Routinen Selbstbestimmung fördern oder begrenzen
  • Handlungssicherheit im Spannungsfeld Fürsorge–Selbstbestimmung gewinnen
  • Konkrete Ideen und erste Maßnahmen für Team und Einrichtung mitnehmen