Fortbildungsangebote

Gewaltprävention und kompetentes Handeln in Krisen

„Wilde Rosen“ – Ein gewaltfreies Konzept aus der Humanistischen Psychologie für die Begleitung von Menschen mit herausforderndem Verhalten

Das Konzept „Wilde Rosen“ ist ein lebendiges Qualitätsmerkmal der zukunftsorientierten Organisationsentwicklung und lehrt sozial und emotional intelligentes Handwerk.
Es beugt Krisen und Konflikten effektiv vor und wird zu ihrer Bewältigung immer wichtiger.

Die 5-teilige Weiterbildung zum*r Fachtrainer*in richtet sich an Mitarbeiter*Innen und Fachkräfte aus den unterschiedlichen Diensten und Einrichtungen der Behindertenhilfe, an Personen mit Leitungsverantwortung sowie an Interessierte.

Die inhaltlichen Schwerpunkte der einzelnen Module verlaufen prozessorientiert und richten sich nach den Anliegen und Fragen der Teilnehmer*innen. Die Weiterbildung folgt sowohl einem personenzentrierten - als auch einem systemischen Ansatz und ist interaktiv und erfahrungsorientiert gestaltet.

Der Hintergrund:

Pandemien, Attentate, Naturkatastrophen, der Wandel und das Ungewisse verstärken die Zukunftsängste der Gesellschaft. Äußere und innere Krisen bedingen sich.

Die Belastungen führen mitunter zu sozialem Rückzug, Menschen gehen auf Distanz.
Die daraus resultierende Einsamkeit lässt die Seele leiden, psycho-somatische und seelische Erkrankungen können die Folge sein.

Der Mensch ist von Natur aus emotional, doch extreme Formen schaden diesem wertvollen Naturell. Gleichgültigkeit, unterlassene Hilfeleistung, Gewalt und Selbstverletzung sind Schutzmechanismen der Psyche. Sie sind ein Hilferuf und entstehen durch Angst und Überforderung.

Dies wirkt sich auch auf den sozialen Bereich aus. Der Fachkräftemangel ist ein Beispiel und zeigt die fehlende Attraktivität der sozialen Berufe. Die Anforderungen an Fachkräfte und Mitarbeitende im Umgang mit und in der Begleitung von Menschen mit herausfordernden Verhaltensweisen sind anspruchsvoll und können individuell belastend sein.

Der Mangel an Konfliktfähigkeit in Teams, Aufarbeitungsangeboten und Supervisionen in Institutionen wirkt zudem zermürbend. Und mit Strukturen lässt sich nur ein kleiner Teil der notwendigen Orientierung und Sicherheit herstellen.

Es gibt nur eins, was auf Dauer teurer ist als Bildung, nämlich keine Bildung“ (John F. Kennedy).

Die ausgebildeten Fachtrainer*innen wirken als Vorbild und bekommen konkretes Fachwissen zur Vermittlung folgender Inhalte:

  • Menschen mit Beeinträchtigung brauchen Mitarbeiter*innen, die sie respektvoll akzeptieren und ihnen Sicherheit, Halt und Orientierung bieten.
  • Konzeptionelles Handeln wirkt erst dann nachhaltig und erfolgreich, wenn professionelle Distanz mit menschlich-emphatischer Nähe einhergeht.
  • Effektiver, gewaltfreier Selbst- und Fremdschutz stiftet erst in Verbindung mit emotionaler Begleitung neues Vertrauen.
  • Es kann gelingen, herausfordernde Situationen bewusst, entschieden und relativ gelassen zu meistern.
  • Theoretisches und praktisches Wissen führen zur Reduktion von indirekten Aggressionsweisen und Selbstverletzendem Verhalten.
  • Offenheit und handwerkliche Konfliktlösung stärken Teamgeist und institutionelle Verbundenheit.
  • Ein sinnstiftendes Konzept schafft persönliche und kollegiale Zufriedenheit.
  • Die Motivation der Mitarbeiter*innen und der Ruf der Einrichtung steigt enorm.
  • Das Berufsbild für viele Arbeitsuchende wird deutlich attraktiver.
 

HINWEIS: Ein Bestandteil der Weiterbildung ist ein zu erbringender schriftlicher Nachweis über die erfolgreiche Auseinandersetzung mit den Inhalten. Hierzu verfasst jede*r Teilnehmer*in eine Projektarbeit, die von den Referenten begleitet, begutachtet und zum Abschluss der Weiterbildung in Form eines Zertifikats gewürdigt wird.

 

Ablaufplan

Die Weiterbildung zum Fachtrainer /zur Fachtrainerin besteht aus fünf Modulen:

1. Modul am 31.03. – 01.04.2022:

  • Klar und beherzt statt ohnmächtig

2. Modul am 11. – 13.05.2022:

  • Gewaltfreier Selbst -und Fremdschutz mit emotionaler Begleitung

3. Modul am 22. – 24.06.2022:

  • Wege aus der Selbstverletzung

Online-Modul am 21.07.2022

4. Modul am 05. – 07.09.2022:

  • Innere und äußere Krisen als Chance nutzen

5. Modul am 10. – 12.10.2022:

  • Mein Wirken als Multiplikator*in