Fortbildungsangebote

Die ICF und ihre fundamentale Bedeutung für Dienste und Einrichtungen der Eingliederungshilfe

Die Internationale Klassifikation der Funktionsfähigkeit, Behinderung und Gesundheit (ICF) der Weltgesundheitsorganisation (WHO) liegt seit 2001 vor, seit 2005 in deutscher Übersetzung. Deutschland ist als WHO-Mitglied aufgefordert, die ICF anzuwenden. Die ICF ersetzt nicht etwa die Internationale statische Klassifikation der Krankheiten und verwandter Gesundheitsprobleme (ICD), sondern steht in einem komplementären Verhältnis zu ihr.

Mit dem Bundesteilhabegesetz (BTHG), das sich an vielen Stellen ausdrücklich auf die ICF bezieht, ist sie endlich stärker ins Bewusstsein der Leistungsträger und Leistungsanbieter der Eingliederungshilfe getreten. Schon längst hätte sie diese Aufmerksamkeit in der Eingliederungshilfe verdient. Denn neben den Möglichkeiten der differenzierten Beschreibung der Probleme eines behinderten Menschen auf Ebene der Körperfunktionen und -strukturen, Aktivitäten und der Teilhabe (Partizipation) in Wechselwirkung mit den Umweltfaktoren und den personbezogenen Faktoren, bietet sie ein überzeugendes Modell zum Verständnis von Behinderung an.
Im Seminar werden die ICF und ihre Zielsetzung, die ihr zugrundeliegenden theoretischen Vorstellungen, die differenzierte Klassifikation und vor allem die vielfältigen Nutzungen und Anwendungsmöglichkeiten auch in der Eingliederungshilfe vorgestellt. Diese Anwendungs-möglichkeiten gehen weit über die Bedarfsfeststellung und -ermittlung hinaus.