Fortbildungsangebote

Der Palliative Care Ansatz - Hospizkultur in Wohnformen der Eingliederungshilfe

„Weiterbildung Palliative Care für Personen in der Assistenz und Pflege von Menschen mit intellektueller, komplexer und/oder psychischer Beeinträchtigung“

Veranstaltungszeiten:

Mo., 31.08.2026, 10:00 Uhr - 17:15 Uhr
Di., 01.09.2026, 09:00 Uhr - 16:15 Uhr
Mi., 02.09.2026, 09:00 Uhr - 16:15 Uhr
Do., 03.09.2026, 09:00 Uhr - 16:15 Uhr
Fr., 04.09.2026, 09:00 Uhr - 16:15 Uhr

Einrichtungen der Eingliederungshilfe und Pflege stehen vor der Herausforderung, Strukturen zur bedarfsorientierten palliativen Begleitung aufzubauen. Unser praxisorientiertes Weiterbildungsangebot unterstützt sie dabei.

Mitarbeitende in Assistenz und Pflege erwerben Kompetenzen, um Menschen mit intellektuellen, komplexen und/oder psychischen Beeinträchtigungen am Lebensende fachlich fundiert, empathisch und würdevoll zu begleiten.

Unser Weiterbildungskonzept basiert auf dem etablierten Curriculum für Pflegende (Kern, Müller, Auernhammer). Es wurde speziell ergänzt durch Inhalte, die auf die Bedürfnisse der Behindertenhilfe abgestimmt sind. Wir berücksichtigen hierbei gezielt die 10 Kernkompetenzen der European Association for Palliative Care (EAPC). Das Besondere unseres Angebotes liegt in der Verbindung von assistenzbezogenem und pflegerischem Wissen mit palliativpflegerischen Kompetenzen – ergänzt mit dem speziellen Blick auf die komplexen Bedarfe von Menschen mit schwerster Beeinträchtigung und nonverbaler Kommunikation.

Im Seminar erhalten Sie eine Einführung in die Grundlagen des Palliative Care. Es geht um Wissen, Fertigkeiten und um Fragen der Haltung in den Bereichen der medizinischen, pflegerischen, psychosozialen und spirituellen Begleitung. Weiterführende Ziele sind die Vertiefung des Fachwissens, die Verbesserung praktischer Fertigkeiten sowie die Weiterentwicklung der professionellen Rolle bzw. persönlichen Haltung.

Die Weiterbildung ist praxisnah, teilnehmerorientiert und bietet Raum für Reflexion sowie Austausch auf Grundlage eigener Erfahrungen und Fragen.

THEMEN:

  • Ethische Grundlagen im Bereich der Nahrungs- und Flüssigkeitsgabe
  • Ermittlung und Berücksichtigung von Werten und Wünschen zur Entscheidungsfindung
  • Schmerzwahrnehmung und Schmerzerfassung
  • Dokumentation und Kommunikation
  • Umgang mit Wahrheit, Sorgen und Ängsten
  • Erkennen des Sterbeprozesses und bedürfnisorientierte Begleitung und Pflege
  • Unterstützung und Begleitung von An- und Zugehörigen im Abschied und in der Trauer
  • Aufbau und Nutzung von Vernetzungsmöglichkeiten

Hinweise zur „Weiterbildung Palliative Care für Personen in der Assistenz und Pflege von Menschen mit intellektueller, komplexer und/oder psychischer Beeinträchtigung“

Gestaltet ist die Reihe nach dem Curriculum „Weiterbildung Palliative Care für Personen in der Assistenz und Pflege von Menschen mit intellektueller, komplexer und/oder psychischer Beeinträchtigung“ der Deutschen Gesellschaft für Palliativmedizin (DGP).

Dieses Curriculum ist modular aufgebaut und berücksichtigt die Strukturen der Eingliederungshilfe und das unterschiedliche Verstehen der Menschen mit einer sog. geistigen Beeinträchtigung.

Teilnehmende, die diese 5 Tage (und damit 40 Unterrichtseinheiten) absolviert haben, erhalten ein Zertifikat der Deutschen Gesellschaft für Palliativmedizin (DGP).

Damit ist für Fachkräfte ein Einstieg in die zweite Woche der Qualifizierung zur beratenden Fachkraft für Palliative Care in Einrichtungen der Eingliederungshilfe u.a. an der Palliativakademie der Klinik und Poliklinik der Universität München möglich. Das Zertifikat mit 160 UE entspricht den gesetzlichen Anforderungen der ambulanten und stationären Hospizarbeit und Palliativversorgung gemäß § 39a SGB V sowie § 132 i. V. m. § 37b SGB V.

Weitere Informationen dazu finden Sie unter www.hospizkultur-und-palliative-care.de.

Für wen: Das Angebot richtet sich insbesondere an Leitungskräfte sowie Mitarbeitende aus Assistenz und Pflege, Qualitätsmanagement, Seelsorge, therapeutischen Berufsgruppen, rechtliche Betreuende und weitere interessierte Fachkräfte.