Fortbildungsangebote

Begleitete Elternschaft in den Spannungsfeldern pädagogischer Unterstützung

Begleitete Elternschaft bezeichnet Unterstützungsangebote für Eltern mit einer sogenannten geistigen Behinderung und ihre Kinder, mit dem Ziel, die Erziehungskompetenzen der Eltern zu stärken, ein gutes Aufwachsen der Kinder und ein gutes Zusammenleben der Familie zu ermöglichen.

Die Begleitung der Eltern/Familien ist häufig mit komplexen Anforderungen verbunden, die nur zum Teil unmittelbar aus der Beeinträchtigung der Eltern selbst resultieren. Viele Herausforderungen für Fachkräfte in der Begleiteten Elternschaft beruhen auf der Lebenssituation der Familien und ihren Stigmatisierungserfahrungen. Außerdem stehen die Mütter und Väter in der Regel unter großem Druck demonstrieren zu müssen, dass sie "gute" Eltern sein können. Sie leben mit der Angst, möglicherweise von ihren Kindern getrennt zu werden, was eine vertrauensvolle Zusammenarbeit erschweren kann.

THEMEN:

  • Kurzer Überlick zu den Grundlagen: Konzepte, Recht, Finanzierung, Umsetzung
  • Wie erleben Eltern und ihre Kinder professionelle Unterstützung und welche Reflexionserfordernisse ergeben sich daraus für Fachkräfte?
  • Welche fachlichen Grundsätze sind Basis der pädagogischen Arbeit?
  • Welche pädagogischen Spannungsfelder spitzen sich in der Begleiteten Elternschaft in besonderer Weise zu und wie kann ich als Fachkraft damit umgehen?
  • Wie kann es gelingen die eigene professionelle Haltung kritisch zu reflektieren und weiterzuentwickeln?
  • Welche methodischen Ansätze haben sich in der Praxis bewährt

Das Seminar richtet sich an Fachkräfte, die (erste) Erfahrung in der Begleitung von Eltern mit einer sogenannten geistigen Behinderung und ihren Kindern haben. Angesprochen sind sowohl Fachkräfte aus dem Bereich der Eingliederungs- als auch der Jugendhilfe in unterschiedlichen Unterstützungssettings (z. B. Mutter/Vater-Kind Einrichtung, ambulante Begleitung.