Fortbildungsangebote
Übergänge zwischen Wohnen und Arbeit sicher gestalten
Tägliche Wechsel begleiten, Stress reduzieren und die Zusammenarbeit in der Eingliederungshilfe stärken
Der tägliche Übergang von der Wohngruppe in eine Werkstatt für behinderte Menschen (WfbM), Tagesförderstätte oder einen betriebsintegrierten Arbeitsplatz ist für viele Menschen mit Behinderung eine sensible Situation. Zeitdruck, Fahrdienste, öffentliche Verkehrsmittel und unterschiedliche Abläufe können Stress, Reizüberflutung und Unsicherheit auslösen.
Treffen verschiedene Regeln und Erwartungen aus Wohnen und Arbeit aufeinander, entstehen leicht Missverständnisse. Herausforderndes Verhalten oder emotionale Reaktionen können Ausdruck belastender Übergänge und fehlender Abstimmung sein.
In dieser praxisnahen Fortbildung lernen die Teilnehmenden, tägliche Übergänge bindungs- und personenzentriert zu gestalten. Sie erkennen Stressoren, entwickeln verlässliche Rituale und verbessern den Informationsfluss zwischen Wohnbereich, Fahrdienst und Arbeitsbereich. So werden Übergänge sicherer und alle Beteiligten spürbar entlastet.
Inhalte
- Mikrotransitionen verstehen: Was bei alltäglichen Übergängen psychologisch geschieht
- Zwei Lebenswelten, unterschiedliche Abläufe: Missverständnisse und Loyalitätskonflikte erkennen
- Stressoren, Reizüberflutung und herausforderndes Verhalten frühzeitig wahrnehmen
- Übergänge bindungs- und personenzentriert begleiten
- Verlässliche Rituale und deeskalierende Strategien für Abschied und Ankommen entwickeln
- Schnittstellenmanagement: Informationen zwischen Wohnen, Fahrdienst und Arbeit gut weitergeben
Zielgruppe
Fach-, Assistenz- und Führungskräfte aus der Eingliederungshilfe, insbesondere aus besonderen Wohnformen, dem ambulant betreuten Wohnen, Werkstätten für behinderte Menschen (WfbM), Tagesförderstätten und der betriebsintegrierten Beschäftigung. Angesprochen sind außerdem Gruppenleitungen und pädagogische Leitungen.
Die gemeinsame Teilnahme als Tandem aus Wohnen und Arbeit wird empfohlen, ist aber keine Voraussetzung.
Methoden
- Fachliche Impulse mit direktem Praxisbezug
- Systemische Struktur- und Beziehungsaufstellungen zu Übergangssituationen
- Moderierter Erfahrungsaustausch auf Augenhöhe
- Interaktive Kleingruppenarbeit
- Lösungsorientierte Fallberatung anhand eigener Praxisbeispiele
Ihr Nutzen der Fortbildung
Nach dem Seminar können die Teilnehmenden:
- die psychologischen Dynamiken täglicher Übergänge besser verstehen.
- mögliche Stressoren frühzeitig erkennen und präventive Unterstützung anbieten.
- Abschied und Ankommen mit verlässlichen Ritualen sicherer gestalten.
- die Kommunikation und Zusammenarbeit zwischen Wohnen, Fahrdienst und Arbeit verbessern.
- konkrete Lösungen für eigene Übergangssituationen in die Praxis übertragen.
Seminarzeiten
- Seminartag: 10:00 Uhr – 17:15 Uhr
- Seminartag: 09:00 Uhr – 16:15 Uhr